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Jetzt wirds erst richtig dreckig
| 15.02.2007 12:53
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Erwachsene müssen das Recht behalten sich auch schmutzige Filme anzuschauen oder Computerspiele zu benutzen die manch anderen eventuell etwas geschmacklos erscheinen.
Beim Spitzenverband der Bundeskulturverbände beobachtet man derzeit mit Sorge den Verlauf der Ideen zur Einschränkung von Computerspielen. Bund und Länder überbieten sich derzeit laufend gegenseitig mit Vorschlägen, wie man den Vertrieb von Computerspielen weiter einschränken kann. Der Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann betonte das es gut sei wenn die Selbstkontrolle bei der Unterhaltungssoftware gestärkt wird und der Handel dabei stärker in die Pflichten genommen wird, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten.
Man kann Erwachsenen nicht verbieten sich im gesetzlichen Rahmen Filme anzuschauen die etwas Geschmacklos sind und für manch anderen als Schund rüberkommen. Genau so darf man es nicht einschränken Computerspiele zu spielen die für manch andere über die Grenzen von gut und böse hinausgehen. Meinungs -und Kunstfreiheit ist fest im Grundgesetz verankert und Kunstfreiheit ist dabei nicht an die Qualität eines Filmes oder Computerspiel gebunden. So besteht Kunstfreiheit ebenso in Dokumentationen, wie auch in Kriegsfilmen und Pornofilmen. Zimmermann betonte das die Kunstfreiheit auch für Computerspiele gilt.
Geht man nach der Gesetzesinitative von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen aus der CDU, so soll man künftig nicht nur die Spiele, Videos und DVDs verbieten die Gewalt verherrlichen sondern auch diese die Gewalt beherrschen. Das heisst, alles was irgendwie im Zusammenhang mit Mord und Todschlag steht, etwaige Kriegsspiele, sollen automatisch für Jugendliche verboten werden.
Eine Frage bleibt offen
Wo ist der Unterschied der "Gewalt-Szenen" in Kriegsspielen und als Beispiel "Thrillern" zu der Gewalt in unseren ausgestrahlten Zeichentrickfilmen die von Früh bis Abend über die Bildschirme in den Haushalten laufen? Ob ein augenscheinlicher Mensch "Schauspieler" nun jemanden kaltblütig ermordet oder ein Hase einer Gans einen Ambos auf den Kopf schlägt, diese dann in den Boden gerammt wird, das macht wirklich keinen Unterschied mehr.
Zeichentrickfilme sind in der heutigen Zeit mit bedeutend mehr Gewaltpotential geladen als manch ein hochwertiger Kinofilm oder actionreiches Computerspiel.
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