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Seehofer bereitet Tierschutzregelung für Robben vor
| 27.02.2007 10:13
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Seehofer bereitet Tierschutzregelung für Robben vor
„Ich möchte angesichts der im März wieder beginnenden Robbenjagd mit allem Nachdruck darauf hinweisen, dass der Tierschutz auch für Robben gelten muss. Da darf es keine Abstriche geben“ betonte Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz heute in Berlin.
Jedes Jahr finden in einigen Ländern außerhalb der EU Robbentötungen in großem Umfang statt. Als problematisch dabei gelten insbesondere die angewandeten Tötungsmethoden, da diese zu längeren Schmerzen oder Leiden führen können.
„Ich habe mich in Verhandlungen mit der EU-Kommission wiederholt für ein EU-weites Importverbot für Robbenprodukte eingesetzt, um so dem Tierschutz für Robben mehr Nachdruck zu verleihen. Dem ist die EU-Kommission bislang nicht gefolgt. Jetzt werden wir nicht mehr länger warten und eine Regelung auf nationaler Ebene treffen“ so der Minister.
Die Bundesregierung hatte im Zusammenhang mit Beratungen zu einem Einfuhrverbot von Hunde- und Katzenfellen nachdrücklich gefordert, die Einfuhr von Robbenprodukten in die geplanten Regelungen einzubeziehen. Die Kommission hatte diese Forderung mit Verweis auf eine von ihr noch in Auftrag zu gebende Studie zu Robbentötungen abgelehnt. „Ich hätte gerne eine EU-einheitliche Regelung gehabt. Aber eine schnelle Lösung ist nach gegenwärtigem Stand auf EU-Ebene nicht in Sicht. Deshalb will ich nicht länger warten und werde auf nationaler Ebene eine Regelung treffen“ erklärte Seehofer. Aus diesem Grund werde eine Änderung des Tierschutzgesetzes angestrebt, mit der die Einfuhr von Robbenprodukten unterbunden werden solle.
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