Gestern sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad schon wieder über 60 Menschen ums Leben gekommen.
Es nimmt noch lange kein Ende, das Blutvergiessen in Bagdad zieht weiterhin durch die Hauptstadt im Irak und nimmt dabei keine Rücksicht auf Verlusste. Völlig ungeachtet geht die neue Sicherheitsoffensive irakischer und amerikanischer Truppen weiter. Nach Angaben der Polizei wurden bei den folgeschweren Anschlag seit Beginn der Militäraktion Gestern in Bagdad über 60 Menschen in den Tod gerissen und über 130 Menschen wurden zum Teil sehr schwer verletzt. Fast zeitgleich hatten die Attentäter auf einen Markt in der überwiegend von Schiiten bewohnten Neustadt gestern zwei Autobomben gezündet welche diese grausamen Folgen hatten. Desweiteren explodierte noch eine Autobombe im schiitischen Stadtviertel Sadr City. Die Folgen dieser Autobombe sind ein toter Mensch und mindestens noch zehn weitere Verletzte.
Kurz zuvor noch hatte die irakische Führung ihre Sicherheitsoffensive als einen Erfolg in der Hauptstadt Bagdad bezeichnet, durch zahlreiche Razzien und Patrouillen in überwiegend sunnitischen Vierteln hätte man für einen Rückgang der Verbrechen und Terrorangriffen um 80 Prozent gesorgt. Eine scheinbar nicht ganz richtige Erkenntniss, sonst würde es nun in Bagdad nicht schon wieder so viele getötete und verletzte Menschen geben, die zum großteil überhaupt nichts für einen solchen Zustand können.
Ein unparteiisches Vorgehen hatte bereits US-Aussenministerin Condoleezza Rice am Samstag bei ihren Blitzbesuch in Bagdad angemahnt. Desweiteren hatte Aussenministerin Rice auch den Ministerpräsidenten Nuri Al-Maliki aus dem Irak davor gewarnt das es zu einen Stimmungswechsel in den USA kommen könnte. Die vom Repräsentantenhaus verabschiedete Resolution gegen eine weitere Aufstockung der US-Truppen im Irak sei auch Ausdruck einer Sorge bezüglich der Erfolgsaussichten, "wenn die irakische Regierung nicht das macht, was sie angekündigt hat zu tun", sagte Rice.