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Vorbereitung auf den Ernstfall
| 23.02.2007 11:31
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Vorbereitung auf den Ernstfall: Dekontamination von Verletzten bei chemischen Unfällen und Anschlägen
Im Rahmen des Aktionsprogramms zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft führt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vom 21. – 24.02.07 den Workshop „Dekontamination Verletzter bei chemischen Unfällen“ durch. An dem im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) durchgeführten Workshop nehmen Experten aus 22 EU-Mitgliedsstaaten und Norwegen teil. Innerhalb des Workshops fand gestern eine Demonstrationsübung zur Dekontamination Verletzter bei der Berufsfeuerwehr in Köln statt.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Peter Altmaier, hat diese Demonstrationsübung gemeinsam mit Pia Bucella, Direktorin der DG Umwelt der Europäischen Kommission beobachtet. „Die Gefahr für die Bevölkerung durch chemische Gefahren ist in den letzten Jahren nach den Sarin-Anschlägen in Tokio verstärkt diskutiert worden“, sagte Altmaier in Köln nach der Übung. „Ziel aller Bemühungen muss es sein, möglichen Opfern das Überleben zu sichern und die Kontaminationsverschleppung, beispielsweise auf das Rettungsdienstpersonal oder in Krankenhäuser zu verhindern. Das Bundesinnenministerium hat mit diesem Seminar und der Übung die Basis geboten, auf der alle Beteiligten national und europaweit ihren Wissensstand einbringen, austauschen und gemeinsam optimieren konnten.“
Das Thema wurde vom BMI für ein EU Ratspräsidentschaftsseminar ausgewählt, da bei chemischen Unfällen wegen des Dekontaminationsaspekts ganz besondere Anforderungen an die Hilfskräfte gestellt werden, und deswegen ein gutes Zusammenspiel und Erfahrungsaustausch gerade bei diesen Einsätzen wichtig. Die Gefahr, dass bei Unfällen in der Produktion, beim Transport, bei der Verarbeitung von Chemikalien und bei möglichen Terroranschlägen Gefahrstoffe freigesetzt werden, betrifft alle Mitgliedstaaten.
Derartige Gefahrenlagen können sich darüber hinaus leicht zu Großschadenslagen mit grenzüberschreitenden Folgen entwickeln. Den Mitgliedsstaaten soll die Möglichkeit eröffnet werden, ihre eigenen Vorbereitungen zu überprüfen und für eine Zusammenarbeit zwischen Nachbarstaaten zu optimieren. Ferner sollen den Mitgliedsstaaten Anregungen zur Weiterentwicklung der Konzepte bei der Dekontamination Verletzter bei chemischen Schadenereignissen mit einer Vielzahl von Verletzten gegeben werden.
Weitere Informationen unter www.bmi.bund.de oder www.bbk.bund.de
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